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Bis am Tag vor meiner Pensionierung hatte ich während 36 Jahren, die Abendanlässe hinzugezählt, 12 Stunden pro Werktag gearbeitet. Ich hatte kaum je Stress, nur Chrampf, der mir aber Spass bereitete. Ich fiel nach der Pensionierung nicht in das mir vorausgesagte Loch und weder ich noch meine liebe Gattin wurden depressiv. Ich bestand die Staubsaugerprüfung, lernte das Geschirr versorgen, Fenster putzen und noch vieles mehr. Eckpunkte der Tagesstruktur waren die beiden Apéros, 11.30 Uhr und 17.00 Uhr, mit anschliessendem Billard-Spiel. Ich genoss die neuen Freiheiten, nicht immer ohne schlechtes Gewissen. Aber endlich fand ich Zeit, meine Akten zu ordnen, gestapelten Lesestoff zu verschlingen, Ausstellungen zu besuchen, Ferien zu geniessen. Je schneller die Zeit verstrich, je besser ich mich vom aktiven Berufsleben erholt hatte, desto stärker kam der Wunsch auf, die Tage besser zu nutzen. Ich besann mich auf meine Stärken, das Malen und Schreiben.